Lebenslauf

 

 

Arturo Martín, geboren in Mérida (Mexiko), ließ sich parallel zu seinem Ingenieursstudium in seiner Heimatstadt von Alberto Alvarez zum Sänger ausbilden. Es folgten Stipendien für Studien bei Virginia Zeani (Internationaler Gesangswettbewerb Francisco Viñas) und für die Teilnahme am EPCASO (Ezio Pinza Council for American Singers of Opera) für Studien bei Claudia Pinza, Enza Ferrari, Maria Chiara und Maurizio Arena in Italien.

 

Im Oktober 2004 gab er sein professionelles Operndebüt als Nemorino in L'elisir d'amore in Aufführungen in mehreren mexikanischen Städten. Ebenfalls in Mexiko sang Arturo Martín Pinkerton in Madama Butterfly und Alfredo in La Traviata.


Bei der Welturaufführung von La muerte de Colón von Leonardo Balada 2005 in Pittsburgh übernahm Arturo Martín vier Partien: Margarit, Vespucio, Hernando und Apokalyptischer Charakter. Eine Gesamtaufnahme dieser Aufführung mit dem Carnegie Mellon Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Robert Page liegt bei Naxos Records vor.

Sein Debüt in Deutschland gab Arturo Martín im Jahr 2006 als Rodolfo in Puccinis La Bohème am Theater Hof. Kurz darauf sang er diese Partie auch am Staatstheater Nürnberg. 2007 folgte ein Festengagement an der Oper Bonn, wo er als Rodolfo, Faust, Cassio und Edgardo zu hören war. Für seine Interpretation von Gounods Faust wurde er 2008 als bester Nachwuchssänger in NRW ausgezeichnet.


Von 2009 bis 2011 war er freischaffend in den USA und in Mexiko tätig, unter anderem auch als Gesangsdozent an der Escuela Superior de Artes de Yucatán. In der Spielzeit 2011 - 2012 war Arturo Martín am Landestheater Detmold engagiert, wo er als Camille de Rosillon in Die Lustige Witwe, als Alfredo in La Traviata und als Pinkerton in Madama Butterfly zu hören war. Die Partie des Pinkerton übernahm er auch in der Neuproduktion des Werkes am Staatstheater Darmstadt im Juni 2012.

 

In der Spielzeit 2012 - 2013 war Arturo Martín am Theater Regensburg fest engagiert und debütierte dort als Radames in Aida und als Boris Grigorjevic in Katja Kabanová.


In der Spielzeit 2013 - 2014 gehörte der Tenor zum festen Ensemble am Staatstheater Darmstadt und sang dort Alfredo in La Traviata, Nemorino in Der Liebestrank, Rodolfo in La Bohème, Cassio in Otello und Rinuccio in Gianni Schicchi. Im Mai 2015 debütierte Arturo Martín als Don José am Theater Solingen und am Teo-Otto-Theater Remscheid. Am Festpielhaus Baden-Baden war er im Frühjahr 2016 als Cover für die Rolle des Faust in Boitos Mefistofele engagiert, bei den dortigen Osterfestspielen 2017 als Cover für die Rolle des Mario Cavaradossi in Tosca. In der Spielzeit 2018 - 2019 stand der Sänger sowohl am Theater Aachen als Don Alvaro in La Forza del Destino auf der Bühne, als auch als Don Carlos am Národni divadlo Brno in der Tschechischen Republik.

 

Arturo Martíns Repertoire umfasst folgende Partien: Hector Berlioz Les Troyens – Enée; Georges Bizet Carmen - Don José; Arrigo Boito Mefistofele – Faust; Gaetano Donizetti Lucia di Lammermoor – Edgardo; Charles Gounod Faust - Le Docteur Faust; Leoš Janáček Katja Kabanová – Boris Grigorjevic; Giacomo Puccini La Bohème – Rodolfo, Madama Butterfly – Pinkerton, Tosca Mario Cavaradossi; Giuseppe Verdi La Traviata – Alfredo, Aida – Radames, La forza del destino – Don Alvaro.

 

Zurzeit erweitert er sein Repertoire um Partien wie Werther, Don Carlos, Hoffmann, Pollione, Turiddu, Luigi und Canio.

 

Arturo Martín arbeitete mit Dirigenten wie Simon Rattle, Stefan Soltesz, Erich Wächter, Maurizio Arena, Martin Lukas Meister, Robert Page und Roman Kofman und Regisseuren wie Dietrich Hilsdorf, John Dew, Brigitte Fassbaender, Michael Helle, Vera Nemirova, Robert Swedberg, Igor Folwill und Philipp Himmelmann.